Augsburg hat abgestimmt: Das ist das schönste Gebäude der Stadt

Augsburg hat viele schöne Gebäude, doch welches ist das schönste? Diese Frage haben wir euch gestellt und ihr habt fleißig abgestimmt.

Augsburg hat abgestimmt: Das ist das schönste Gebäude der Stadt

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden – nicht nur in der Mode, sondern auch in der Architektur. Unsere Umfrage hat gezeigt, dass viele bekannte Augsburger Bauwerke ähnlich gut bei euch ankommen. Dennoch gibt es einen klaren Sieger, der sich von der Konkurrenz absetzen konnte. Hier sind eure Top fünf der schönsten Gebäude Augsburgs.

Platz 5 – St. Ulrich und Afra

Platz fünf belegt St. Ulrich und Afra, ein etwas ungewöhnlicher Kirchenkomplex am südlichen Ende der Maximilianstraße. Es handelt sich um mehrere Kirchen und Kapellen, die zum Teil katholisch und zum Teil evangelisch sind. Das markanteste Teilgebäude ist die katholische Basilika St. Ulrich und Afra mit ihrem großen zwiebelförmigen Turmhelm. Sie ist eine dreischiffige Backsteinbasilika aus der Spätgotik, die unter anderem als Wallfahrtskirche dient. Unmittelbar neben der Basilika befindet sich die deutlich kleinere evangelische Pfarrkirche St. Ulrich, die aus einer Vorhalle der Nachbarkirche entstanden ist. Infolge des Westfälischen Friedens von 1648 wurde St. Ulrich nach mehreren Wechseln endgültig evangelisch.

Platz 4 – Rathaus und Schaezlerpalais

Platz vier teilen sich zwei Gebäude: das Rathaus und das Schaezlerpalais. Das von Stadtbaumeister Elias Holl errichtete Rathaus mit seinem Goldenen Saal stammt aus der Renaissance und ist das wohl bekannteste architektonische Wahrzeichen der Stadt. Bis ins Jahr 1917 war es mit 57 Metern das höchste Gebäude Deutschlands. Im Sommer 2016 war das Rathaus aufgrund von Sanierungsarbeiten mit einer Foto-Plane eingekleidet. Diese wurde anschließend wiederverwendet und zu modischen Handtaschen mit dem Namen „Rathausbag“ verarbeitet. Vielleicht habt ihr ja eine zuhause?

Das Schaezlerpalais in der Maximilianstraße entstand im Rokoko und wurde 1770 vollendet. Es beherbergt mehrere Gemäldesammlungen und Sehenswürdigkeiten wie die Deutsche Barockgalerie oder den Rokoko-Garten, welcher öffentlich zugänglich ist. In der angrenzenden Staatsgalerie Altdeutsche Meister in der Katharinenkirche finden sich zahlreiche Gemälde der Augsburger und schwäbischen Schule des Spätmittelalters und der Frührenaissance, darunter auch das bekannte Porträt Jakob Fuggers „des Reichen“, das um 1518 von Albrecht Dürer gemalt wurde.

Platz 3 – Weberhaus

Das Weberhaus habt ihr auf Platz drei gewählt. Es ist das ehemalige Zunfthaus der Weber und wurde 1913 errichtet. Sein spätgotischer Vorgängerbau entstand im Jahr 1389 und wurde trotz massiver Proteste abgerissen, da es baufällig war und einer neuen Straßenführung durch die Bürgermeister-Fischer-Straße im Wege stand. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Weberhaus erneut originalgetreu wiederaufgebaut. Im Juni 2004 brannte der Brandstuhl des Gebäudes lichterloh, wodurch die wertvollen Fresken der Außenfassade und ihre Bemalung zum Teil schwer beschädigt wurden. Durch die Unterstützung eines Fördervereins konnte der Zustand vor dem Brand in den darauffolgenden Jahren wiederhergestellt werden.

Platz 2 – Fronhof

Auf Platz zwei befindet sich der Fronhof, beziehungsweise genau genommen die Fürstbischöfliche Residenz am Fronhof. Die östlich vorgelagerte Grünanlage wurde bereits im Mittelalter als Turnierplatz für Ritter genutzt. 1530 wurde in den Vorgängerbauten die Confessio Augustana verlesen, welche von Martin Luther mitverfasst wurde. Die heute bekannte, ehemalige Fürstbischöfliche Residenz, die aus dem Spätbarock stammt, war die Residenz der Fürstbischöfe von Augsburg und ist seit 1817 Sitz der Regierung von Schwaben.

Platz 1 – Gollwitzerhäuser

Mit großem Abstand auf Platz eins habt ihr die Gollwitzerhäuser gewählt. Das etwas unauffällige Schmuckstück in der Volkhartstraße wurde um 1885 von Karl Albert Gollwitzer im maurisch-orientalisierendem Stil errichtet. Gollwitzer war der Sohn des Maurermeisters und Architekten Johann Georg Gollwitzer, der 1839/40 den ersten Augsburger Bahnhof baute. Übrigens: Karl Albert Gollwitzer hatte die Vision, dass Donauschiffe im Augsburger Stadtgraben fahren können. Aus dem Traum einer Hafenstadt mit Anbindung an das Schwarze Meer ist jedoch bekanntermaßen nichts geworden.

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