Augsburger Studentinnen leiten Schulbau in Tansania

Zwei Studentinnen der Uni Augsburg organisieren im Rahmen ihres Studiums ein Projekt in der Kaffeeregion Meru. Was genau sie erreichen möchten und wie, erfahrt ihr jetzt.

Augsburger Studentinnen leiten Schulbau in Tansania

Die zwei Augsburger Studentinnen Ana und Lisa möchten im Rahmen ihres Studiums die LehrerInnen und SchülerInnen einer Schule in Tansania unterstützen. Ihr Projekt findet in Zusammenarbeit mit dem Tazama e.V. statt. Der Tazama e.V wurde von den Besitzern des Augsburger Cafés „MAK Afrika“ gegründet und konnte mithilfe von Spendengeldern bereits das Schulgebäude der Vorschule „New Vision Nursery School“ in der Region Meru, in Tansania, bauen.

Tazama e.V. und Café MAK Afrika

Der Tazama e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der von Katharina und Allan, den Besitzern des Cafés MAK Afrika, gegründet wurde. Der Besitzer Allan kommt selbst aus Tansania, um genau zu sein aus der Kaffeeregion Meru. Daher weiß er genau was vor Ort benötigt wird. Nachdem Allan und Katharina mit dem Kaffeanbau in Meru angefangen haben, wurden auch Spenden gesammelt. Pro verkauftem Kilo Kaffee, welcher in Tansania angebaut wird, geht ein Euro als Spende an den Verein. Davon konnte 2019 bereits ein Betongebäude gebaut werden. In diesem Gebäude ist jetzt die „New Vision Nursery School“, in der Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren eine Vorschule besuchen können. Sie machen dort erste Versuche im Lesen, Schreiben, Malen und Singen.

Das Projekt Hisani von Ana und Lisa

Ana und Lisa studieren beide im dritten Semester Global Business Management an der Universität Augsburg. Das Studium beinhaltet die Modulgruppe „Projects“, wobei sich die beiden für ein freies Projekt entschieden haben. Ihr Projekt trägt den Namen HISANI, was so viel wie Herzlichkeit auf Swahili bedeutet. Ana arbeitet im Café MAK Afrika und ist so auf die Projektidee gestoßen.

Das wollen die Studentinnen mit dem Projekt erreichen

Das Projekt hat verschiedene Teilziele, wie wir von den beiden erfahren. In dem fertigen Schulgebäude, das 2019 erbaut wurde, gibt es schon zwei Klassenzimmer, in denen jeweils 12 Kinder unterrichtet werden können. Jedoch müssen die Lehrkräfte, die ehrenamtlich dort arbeiten, derzeit noch selbst für die Materialien aufkommen. Das Lehrerzimmer selbst besteht bis jetzt nur aus Wänden und soll nun durch das Projekt fertig gestellt werden. Es soll ein Dach und vor allem auch eine Küche bekommen, in der das Mittagessen für die Kinder zubereitet werden kann. Derzeit kochen die Lehrerinnen auf dem Boden im Klassenzimmer.

Lisa kümmert sich außerdem mit dem Augsburger Unternehmen CAA Energy GmbH um den Strom. Geplant sind Solaranlagen, Straßenbeleuchtung, Licht im Schulgebäude und natürlich die Inbetriebnahme der Küche. Die Straßenbeleuchtung ist für die Sicherheit wichtig, erklärt sie, da sonst viel gestohlen werde.

Außerdem ist es auch wichtig einen Weg zwischen den Gebäuden zu pflastern, da es in der Regenzeit zu schlammig ist. Damit sowohl das Lehrerzimmer als auch der Weg langfristig benutzt werden können, hat sich Ana mit den MNE Landschaftsarchitekten Augsburg zusammengetan.

Wenn das Geld noch reicht, soll auch ein kleiner Spielplatz für die Kinder errichtet und das Klassenzimmer verschönert werden.

Priorität habe aber die Fertigstellung des Lehrerzimmers und der Küche, genauso wie der Zugang zu Strom, erklären Ana und Lisa.

Arbeit vor Ort

Den beiden war es bei der Wahl ihres Projektes am wichtigsten, dass sie jemanden vor Ort haben, der genau weiß, was gebraucht wird. Die Kultur im afrikanischen Meru ist anders und ebenso die Arbeitsweise. Ana und Lisa werden im März 2022 für zirka einen Monat selbst nach Meru reisen, um dort den Bau zu beaufsichtigen und so weit wie möglich selbst Hand anzulegen. Außerdem würden sie gerne Aktivitäten mit den Kindern machen und kleine Unterrichtseinheiten vorbereiten. Ihr Ziel ist es, alles fertig zu haben bevor sie wieder abreisen. Aber auch falls das nicht klappt, haben sie den Vorteil, dass Allan Kontakte vor Ort hat, die sie bis zur Vervollständigung auf den neusten Stand bringen können.

Projekt Hisani unterstützen

Es gibt mehrere Wege das Projekt der beiden Studentinnen zu unterstützen.

  1. Zum einen könnt ihr im Café MAK Afrika selbstgemachten Punsch von Ana kaufen. Dieser läuft auf Spendenbasis, das bedeutet ihr bezahlt so viel ihr könnt und möchtet. Die Erlöse fließen zu 100 Prozent in das Projekt.

  2. Lisa hat mit Kindern einer Grundschule aus Augsburg Karten und Schlüsselanhänger gebastelt, die ihr im Café MAK und auch im Café Dreizehn erwerben könnt. Auch hier gilt: Ihr bezahlt so viel wie ihr möchtet und die Erlöse fließen komplett in das Projekt.

  3. Ganz klassisch könnt ihr auch Geldspenden überweisen. Das Spendenkonto findet ihr auf der Website des Café MAK Afrika. Wichtig: Bei der Spende den Verwendungszweck „HISANI“ angeben. Auf der Spendenwebsite „betterplace.me“ gibt es auch eine Fundraising Aktion für das Projekt unter dem Namen „HISANI_Studentinnen helfen Vorschule in Tansania“.

Wir bleiben mit Ana und Lisa in Kontakt und freuen uns schon auf ihren Bericht direkt aus Meru.

Mehr Informationen, wie ihr helfen könnt und was schon alles mit Spenden in Meru erreicht wurde findet ihr auf der Website des Tazama e.V. - MAK Afrika, genauso wie unter dem Instagram Account “hisani.tza”.

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