Söder lockert Corona Regeln in Bayern: Das wurde beschlossen

Das Bayrische Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder hat die Kontaktbeschränkungen in Bayern aufgehoben. Welche Lockerungen außerdem geplant sind.

Söder lockert Corona Regeln in Bayern: Das wurde beschlossen

Die Corona-Regeln in Bayern werden gelockert. Besonders die Kontaktbeschränkungen und Zugangsregeln sind von den Änderungen betroffen, die das bayerische Kabinett am Dienstag, den 15 Februar 2022 beschlossen hat. Ministerpräsident Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsminister Klaus Holetschek verkündeten die Lockerungen im Anschluss an die Kabinettssitzung auf einer Pressekonferenz.

Das Kabinett habe intensiv über die Corona-Politik beraten, so Markus Söder. "Wir haben den Höhepunkt von Corona wohl erreicht", sagte der Ministerpräsident. Die Krankenhauszahlen seien weitgehend stabil. Deshalb sei es notwendig, den stufenweisen Einstieg zum Ausstieg zu planen. Die bayerische Regierung sei "Team Vorsicht", aber auch "Team Freiheit".

Diese Lockerungen wurden für Bayern beschlossen

Das bayrische Kabinett hat beschlossen die epidemische Lage bis Samstag, den 19. März zu verlängern. Ab Donnerstag, den 17 Februar 2022 wird Bayern aber seine Corona-Regeln nochmal schwungvoll lockern.

Private Kontaktbeschränkung für Geimpfte und Genesene aufgehoben

Bisher durften sich privat nur bis zu zehn Personen treffen, wenn alle geimpft oder genesen sind. Diese Kontaktbeschränkung wurden jetzt aufgehoben. Die strenge Regel für Treffen mit mindestens einem Ungeimpften bleibt. Im Beschlussvorschlag heißt es: „Sobald sie an einer Zusammenkunft teilnehmen, gilt: Das Treffen ist auf den eigenen Haushalt und bis zu zwei Personen eines weiteren Haushaltes beschränkt."

Von 2Gplus auf 2G und auf 3G

Auch die Zutrittsegeln werden gelockert. Bayern möchte stufenweise abstufen: Von 2Gplus auf 2G und dann weiter auf 3G.

Von der Lockerung von 2Gplus auf 2G sind vor allem Sport und Kultur, Messen, Tagungen und Kongresse betroffen. Hier geht es um die Zuschauenden, die somit keinen Test mehr brauchen.
Bei 2G auf 3G geht es um Eigenaktivitäten bei Sport und Kultur. Jede Sportart die man selbst betreibt, auch Fitnessstudios, können mit der 3G-Regelung ausgeführt werden. Auch jegliche Kultur, die man selbst ausübt, wie beispielsweise Laienensembles oder Museen fallen unter die 3G Regel. Genauso wie der komplette Hochschulbereich, also Bibliotheken und Archive. Das bedeutet, auch Ungeimpfte haben hier wieder mit einem negativen Schnelltest Zutritt.

Minderjährige Schüler fallen unter die 2G Regel und keine Obergrenze im Einzelhandel

Außerdem haben alle minderjährigen SchülerInnen Zugang zu den 2G Bereichen, da sie regelmäßig getestet werden. Sie können nun auch ungeimpft mit ihren Eltern ins Restaurant. Für den Einzelhandel entfallen die Obergrenzen, aber auch hier bleiben Masken. Die 2G-Regel im Einzelhandel ist ohnehin schon ausgesetzt, per Gerichts-Vorgabe diesmal.

Hintergrund dieser Streichung und aller Lockerungen: Die Omikron-Variante erzeugt zwar exorbitant hohe Fallzahlen, aber verhätnismäßig niedrige Krankheitslasten. Die Normal- und Intensivstationen der Kliniken sind derzeit nicht überlastet.

Im Bereich Gastronomie wird abgewartet

Für die Gastronomie werden die Regeln entgegen anderslautenden Meldungen nicht angepasst. Hier hält Bayern zunächst noch an 2G fest. Allerdings entfällt bei Veranstaltungen die Kontaktdatenerfassung weitestgehend. Clubs und Diskotheken bleiben vorerst geschlossen. Man wolle keine „Partykultur“ in Bayern und zunächst sollen sich Bund und Länder abstimmen. Eine Öffnung der Clubs könne sich Söder aber nach Fasching vorstellen.

Söder fordert schon länger Lockerungen

Markus Söder hat bereits in den vergangenen Tagen seine Forderungen mit Blick auf die nächsten Bund-Länder-Beratungen präsentiert. Bayerns Ministerpräsident wirbt seit einiger Zeit für den "Einstieg in den Ausstieg" - für einen Stufenplan, um die Corona-Regeln schrittweise zurückzufahren. Bei der derzeitigen Corona-Situation wäre es unangemessen den Menschen nicht wieder mehr Freiheiten zu geben – so Söders Argument. Der Ministerpräsident will am Mittwochnachmittag bei der Konferenz von Bund und Ländern alle Kollegen auffordern, dem Lockerungskurs zu folgen. Ab 20. März sollen die Corona-Maßnahmen weitestgehend abgeschafft werden. Dafür soll auf dem Bund-Länder Gipfel der Stufenplan festgelegt werden.

Logo