Augsburger Anti-Corona-Demos: Bald nicht mehr in der Innenstadt?

Am vergangenen Samstag fand in Augsburg eine Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen statt. Auch wenn die Regeln meist beachtet wurden, überlegt die Stadt Augsburg die Demonstrationsroute für künftige Aktionen zu verlegen.

Augsburger Anti-Corona-Demos: Bald nicht mehr in der Innenstadt?

Rund 2.300 Personen haben am vergangenen Samstag, den 18. Dezember, an einer Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung teilgenommen. Angemeldet waren lediglich 900 Personen.

Mehrere Anmahnungen wegen Maskenpflicht

Laut Frank Pintsch, Ordungsreferent der Stadt Augsburg, verlief die Demonstration durch die Innenstadt friedlich und ohne größere Vorkommnisse. „Die VeranstalterInnen haben sich auch an die Auflagen gehalten, wie es das Demonstrationsrecht vorsieht, das wir als Stadt zusammen mit der Polizei selbstverständlich schützen“, so Pintsch. In anderen Städten seien die Anti-Corona-Demos weit weniger geordnet verlaufen.

Allerdings mussten die Ordnungskräfte mehrmals mit Nachdruck auf die Maskenpflicht hinweisen. Abstände wurden trotz der gesteigerten Anzahl an TeilnehmerInnen überwiegend eingehalten. Dennoch überlegt die Stadt Augsburg, zukünftige Demonstrationen dieses Ausmaßes über eine andere Route leiten zu lassen.

Großdemonstrationen zukünftig woanders

Nach der sicherheitsfachlichen Auswertung der Demonstration wird entschieden, ob ein Demonstrationszug dieser Größe in Zukunft nicht mehr durch die Innenstadt geleitet wird. „Fakt ist, dass bei Demonstrationen dieser Größe – unabhängig vom Thema – in der Innenstadt das Abstandsgebot nur erschwert eingehalten werden kann“, sagt Pintsch.

Auch in Aichach fand am Samstag eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen statt. Diese war jedoch, anders als die in Augsburg, nicht angemeldet. Etwa 400 Personen versammelten sich dort.

Minderheitsmeinungen werden zugelassen

„Dass diese Demonstration in der Stadt Augsburg stattfinden konnte, zeigt, dass wir entgegen falscher Behauptungen – auch während dieser Kundgebung – in einer starken und rechtsstaatlichen Demokratie leben, die auch Minderheitsmeinungen zulässt“, sagt Pintsch.

Gleichzeitig betont er, dass allein am heutigen Tag 1,1 Millionen Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft wurden. Dies sei ein klares Zeichen dafür, dass die Mehrheit der BürgerInnen in Deutschland „für Selbstverantwortung und Fürsorge“ einstehen.

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