Akademisches Orchester Augsburg e. V.

Während des Höchststandes der Pandemie haben sie zusammengefunden. Aus einer Idee wurde eine Philosophie – und so wuchs das Akademische Orchester Augsburg innerhalb eines Jahres zu einem der größten Amateurorchester im Augsburger Raum.

Akademisches Orchester Augsburg e. V.

Was wie ein Profiorchester klingt, ist in Wirklichkeit ein bunt zusammengewürfelter Haufen Musikbegeisterter. Von Studierenden bis Senioren: Nicht nur der Altersunterschied der Musiker:innen zieht Aufmerksamkeit auf sich. Fragt man nach ihrem Beruf, so hört man auch hier eine unglaubliche Vielzahl. Vom Geigenbauer zum Lehrer, vom Journalisten bis zum Getränketechniker oder Wirtschaftswissenschaftler. Hier ist alles vertreten. Ihre Gemeinsamkeit? Die Leidenschaft für Musik.

„In Deutschland gibt es zahlreiche exzellente Berufsorchester, aber nur wenige professionelle Amateurorchester“, so Vorstandsvorsitzende Iris Held. „Die Personen, die Musik nicht als ihren Hauptberuf ausüben, haben es hierzulande schwer, ihre musikalische Leidenschaft in einem Sinfonieorchester auszuleben. Diese Marktlücke wollten und konnten wir durch die Gründung des Akademischen Orchesters schließen.“

In der Tat verfügen die meisten Sinfonieorchester über Alters- oder sonstige Beschränkungen. Die Philosophie des Akademischen Orchesters Augsburg e. V. traf daher auf großen Anklang und in kürzester Zeit wuchs das damals kleine Ensemble zu einem stattlichen Orchester heran. Heute kann Dirigent Georgij Munteanu stolz vor einem großen Orchester stehen, das mit scheinbarer Leichtigkeit Werke vergangener Meister wie Weber, Schuhmann und Brahms spielt. Die Musiker sind glücklich, eine Möglichkeit gefunden zu haben, ihr Hobby mit anderen zu teilen. Das sieht man nicht nur an dem Strahlen in ihren Gesichtern, sondern hört es auch im Klang der Musik.

Musikalische Leitung

Dirigent Georgij Munteanu steht an der Spitze des Orchesters. Mit jeder Faser seines Körpers spürt er die Musik und dirigiert das Orchester mit so viel Leidenschaft, dass er selbst die Geigen an den letzten Pulten mit seiner fesselnden Energie erreicht. Als Sohn des berühmten Geigen-Professors Petru Munteanu, dessen Absolventen Mitglieder der besten europäischen Orchester sind und schon zahlreiche Preise gewonnen haben, kann auch Georgij in seinem jungen Alter bereits auf eine stolze Karriere zurückblicken. Während seines Kapellmeisterstudiums an der HMT Rostock dirigierte er unter anderem Orchester, wie die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, die Norddeutsche Philharmonie Rostock sowie die Stettiner Philharmonie. Parallel arbeitete er als Korrepetitor am Volkstheater Rostock, an der Opern- und Gesangsabteilung der HMT Rostock und am Mecklenburgischen Landestheater Neustrelitz. Heute unterrichtet er als Dozent am Leopold-Mozart-Zentrum Augsburg und leitet daneben den Figuralchor, sowie das Akademische Orchester.

Kollaboration mit bekannten Solisten

Im Rahmen des kommenden Konzertes wird das Akademische Orchester mit dem renommierten Cellisten Christopher MinJae Sul kollaborieren. Sein Talent führte ihn unter anderem durch Deutschland, Japan, Korea, Russland und Australien. MinJae Sul gewann mehrere internationale Wettbewerbe und nahm an zahlreichen Meisterkursen renommierter Musiker teil. Davor studierte der junge Cellist in Wien, sowie am Augsburger Leopold-Mozart-Zentrum, welche er beide mit der Auszeichnung als bester Absolvent abschloss. Für das Akademische Orchester ist es eine große Ehre, ihn als Solisten bei sich begrüßen zu dürfen und gemeinsam das Cellokonzert von Schumann aufführen zu können.

Die Orchesterfamilie

„Wir wollen für alle Musiker im Augsburger Raum, die sich auf hervorragenden Amateurniveau bewegen, der erste Ansprechpartner für orchestrale Weltliteratur werden“, erklärt Vorstandsvorsitzender Benedikt Widmann.

Der Vorstand des Orchesters besteht aus fünf jungen und motivierten Köpfen, die sich jederzeit über Zuwachs freuen. „Wer sein Instrument gut beherrscht und Lust auf gemeinsames Musizieren hat, ist immer willkommen“, laden Hedwig Oschwald und Nicolas Weißerth ein. „Leidenschaft und Spaß stehen an erster Stelle. Es ist toll, gemeinsam anspruchsvolle Werke zu erarbeiten.“

„Es ist wie eine große Familie“, erzählt eine Geigerin schmunzelnd. „Nach den Proben und Konzerten bestellen wir meistens noch gemeinsam eine Pizza und sitzen ratschend und lachend bis spät in die Nacht hinein zusammen.“

Interesse geweckt?

Seit August 2022 trägt das Orchester den Titel eines gemeinnützigen Vereins. Sie haben eine Homepage sowie Instagram und eine Facebook Seite, die euch über die Konzerte auf dem Laufenden halten und über die ihr Kontakt zum Vorstand aufnehmen könnt. Der nächste Auftritt wird am 2. und 3. Oktober sein. Auf dem Programm steht die Freischütz-Ouvertüre von Weber, das Cellokonzert von Schumann, sowie die 2. Sinfonie von Brahms. Ihr seid bereit für ein atemberaubendes Sinfoniekonzert und wollt euch in die Welt der Musik entführen lassen? Dann solltet ihr euch diese Tage im Kalender anstreichen!

Wann?

Sonntag, den 2. Oktober und Montag, den 3. Oktober um 19 Uhr

Wo?

Sonntag: Kath. Pfarrkirche Zum Heiligsten Erlöser Augsburg-Göggingen

Montag: Kleiner Goldener Saal Augsburg-Innenstadt

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