Glühweinfeste am Wochenende: Stadt Augsburg reagiert

Am Wochenende luden einige Augsburger GastronomInnen zu Glühwein und Punsch in ihre Außenbereiche. Abstände wurden nicht eingehalten und Zugangsbeschränkungen gab es teils nicht. Die Stadt erwägt nun eine 2G-Regelung für die Außengastronomie.

Glühweinfeste am Wochenende: Stadt Augsburg reagiert

Die neue Infektionsschutzverordnung, die seit dem 24. November, in Kraft getreten ist, hat Lücken. Und diese werden von manchen GastronomInnen ausgenutzt. Weihnachtsmärkte wurden zwar abgesagt, der Außenbereich von Restaurants oder Cafés wurde jedoch nicht mit Regeln belegt. So kam es am vergangenen Wochenende an einigen Orten zu größeren Menschenansammlungen im Freien.

Reaktionen aus dem Rathaus Augsburg

Angesichts der neuen Variante des Coronavirus, Omikron, und den weiter steigenden Inzidenzzahlen in Augsburg sei es unverantwortlich derlei Freiluftveranstaltungen durchzuführen, heißt es seitens der Stadt Augsburg. Am Wochenende haben einige Veranstaltungen hunderte Menschen angezogen, heißt es in der Pressemitteilung vom Montag, den 29. November. Nun wolle die Stadt prüfen, ob eine Verschärfung der Schutzregelungen in der Außengastronomie zulässig sei.

„Das Fehlverhalten einiger Weniger könnte nun ein weiteres Mal zu Verschärfung für Alle führen.“ -Oberbürgermeisterin Eva Weber

Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der BürgerInnen: „Leider hat das vergangene Wochenende die Notwendigkeit stärkerer Schutzmaßnahmen zu Tage gebracht“, sagt Weber. Der Freistaat habe es versäumt, klare Verhältnisse zu schaffen. „Wir alle lauschen lieber dem Läuten der Weihnachtsglocken als den schrillen Alarmglocken, die uns täglich aus den Kliniken erreichen. Das ist menschlich. Aber das ist auch fatal. Die Lage ist ernster denn je. Nicht alles, was erlaubt ist, sollte in diesen extremen Pandemiezeiten auch gemacht werden. Ohne das Zutun Aller, kommen wir aus diesem nicht enden wollenden Coronaalbtraum nicht heraus.“

Auch Augsburgs Ordnungsreferent Frank Pintsch äußert sich zu den Vorfällen. Die geltenden 2G- und 2G-plus-Regelungen zielten darauf ab, Kontakte weiter einzuschränken. „Wer hier als Gastronom oder Gastronomin nach dem Grundsatz vorgeht, dass alles erlaubt sei, was nicht ausdrücklich verboten ist und Regelungen maximal und ohne Blick auf Sinn und Zweck ausnutzt, sendet ein fatal falsches Zeichen“, so Pintsch. Abstände einzuhalten und Menschenansammlungen zu meiden, seien auch an der frischen Luft „Gebote der Vernunft“.

Logo