Interview mit Markus Krapf: Besitzer der Augsburger Kultkneipe „11er“

Mitreißende Stimmung, lockere Atmosphäre und Fußball-Fieber pur – So kennen wir die 11er Fußball. Kultur. Kneipe. Der Sportdirektor des 11ers, Markus Krapf, hat uns erzählt, wie sein Lockdown-Leben aussieht.

Interview mit Markus Krapf: Besitzer der Augsburger Kultkneipe „11er“

Der 11er ist DIE Fußball-Kneipe Augsburgs, oder? Gute Laune und Fußball-Spirit sind hier garantiert. Das zieht nicht nur eingefleischte Fußballfans, sondern auch viele Studierende in die Kneipe. Oft mit von der Partie: Der langjährige Betreiber der Kneipe, Markus Krapf, oder einfach „Max“. Wir wollten von ihm wissen, wie er sich durch die Pandemie kämpft und was sein Rezept für gute Laune ist.

Wir starten den Videocall und Max erscheint, in einem Büro sitzend. Nanu, sieht so das Home-Office eines Kneipenbesitzers aus? Nein, denn Max Krapf ist nicht nur Wirt, sondern auch Redakteur beim Augsburger Stadtmagazin „Neue Szene“. Er erzählt uns, dass er immer etwas zu tun hat. Zurzeit verbringe er viel Zeit in der Redaktion. Er schreibt über Sport, den FCA natürlich und über Politik. Was ihr vielleicht nicht wisst: Max war einst – von 2002 bis 2007 – Geschäftsführer vom FCA. Wie es dazu kam, hat er uns bereits erzählt. Seit stolzen 14 Jahren ist er nun Sportdirektor der 11er Fußball. Kultur. Kneipe und dazu noch (Sport)Redakteur- und Kommentator.

Zwischen Neue Szene und Podcast

Max Krapf ist also alles andere als untätig seit der 11er zu hat. Neben der Arbeit bei der Neuen Szene nimmt er zusammen mit FCA-Stadionsprecher Rolf Störmann und dem a.tv Sportchef Tom Scharnagl wöchentlich eine Folge für den Podcast „Feuer und Flamme: Der FC Augsburg-Podcast“ auf. Munter plaudern und fachsimpeln die drei über aktuelle Spiele, den Klassenerhalt des FCA und allem darum herum. „Ich bin normalerweise fünfzig Prozent meiner Zeit im 11er und fünfzig Prozent bei der Neuen Szene. Den Podcast mache ich als Hobby nebenbei“, sagt Max. Vor Kurzem hätten sie sogar auf der App Clubhouse ein Fußballspiel live kommentiert. „Das war spannend und hat Spaß gemacht, aber es war auch sehr anstrengend. So häufig werden wir das also nicht machen“, meint er.

Keine Angst, es wird nicht zu schick!

Aber was tut sich in der Kneipe? Tatsächlich jede Menge! Max erzählt, dass er die Corona-Zeit nutzt, um den 11er wieder auf Vordermann zu bringen. „Bei Tageslicht, sah man eindeutig, dass die Kneipe etwas neue Farbe vertragen kann“. Die Fans bräuchten allerdings keine Angst haben, dass es zu schick wird. Diese Verantwortung hat er jedoch zum Teil an seine Frau abgegeben. Irene Krapf ist Betreiberin der Rosenau Gaststätte. Weil wegen Corona auch der dortige Betrieb lahmliegt, hat sie kurzerhand die Branche gewechselt und organisiert nun Renovierungsarbeiten – unter anderem in der Kneipe ihres Mannes.

Falls der Lockdown dem Barbesitzer zu schaffen macht, so merkt man es ihm nicht an. Allerdings habe er sich mit Schokolade „ein Polster angefressen“. Seine Message an die 11er-Fans: „Haltet durch! Wir vermissen euch“. Das gelte nicht nur den Fußballfans, sondern auch den Studierenden, die die Kneipe gerne besuchen. Damit, dass er vor Ende Mai aufmachen kann, rechnet Max aber nicht: „Das ist total schade, weil dann die Bundesliga schon vorbei ist.“

Ob nun mit Bundesliga oder schon mit EM, wir sind so oder so sehr gespannt auf das frisch renovierte 11er und freuen uns, wenn es endlich Zeit für die Einweihung ist.

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